CASKADE. Ein Frankfurter Krimi, der unter die Haut geht.
CASKADE. Ein Frankfurter Krimi, der unter die Haut geht.

Spielfilmdreh CASKADE. Ein Frankfurter Krimi, der unter die Haut geht

CASKADE. Ein Frankfurter Krimi, der unter die Haut geht.
CASKADE. Ein Frankfurter Krimi, der unter die Haut geht.

Herzlichen Dank an die Frankfurter Neue Presse für den schönen Bericht zu unseren Dreharbeiten des Spielfilms „Caskade“.

Frankfurt zeigt sich in diesen Tagen nicht von seiner glatten, repräsentativen Seite. Gedreht wird dort, wo die Stadt rau wird. In Unterführungen, Tunneln, stillgelegten Supermärkten und zuletzt in einem Waschsalon im Nordend. Seit mehreren Monaten arbeitet die Filmcrew um Regisseur Caspar Arnhold (Preisträger Deutscher Filmpreis) an ihrem Krimi mit dem Arbeitstitel „Caskade“. Mitte Januar sollen die letzten Einstellungen im Kasten sein. Viele der Beteiligten kennen Frankfurt gut und entdecken es dennoch neu. „Wir sind in Ecken gekommen, da war ich vorher nie“, sagt Christoph Gérard Stein, einer der Hauptdarsteller. „Unterführungen, Hinterhöfe, Orte, die man sonst meidet. Plötzlich schaut man anders auf diese Stadt.“ Stein spielt einen Kommissar, der nicht nur ermittelt, sondern selbst Teil eines brüchigen Gefüges ist. „Alle Figuren haben Untiefen“, sagt er. „Auch meine. Und wie alle haben sie ein Geheimnis.“ Der Film basiert auf einem Drehbuch von Peter Zingler, dem 2022 verstorbenen Schriftsteller, Drehbuchautor und ehemaligen Profi-Einbrecher, der unter anderem für den Tatort schrieb. 2021 übergab er den Stoff an Arnhold. „Junge, mach was draus“, soll Zingler gesagt haben. Er wusste sein Werk in guten Händen. Arnhold war ihm vertraut, schätzte dessen sensible, bildgetriebene Arbeitsweise. Der Stoff greift reale Ereignisse auf. Anfang der neunziger Jahre wurden in Frankfurter Parkanlagen acht Obdachlose ermordet. Der Täter wurde gefasst. Doch Arnhold interessiert sich weniger für den Fall als für das, was er auslöst. „Ich wollte keinen reißerischen Krimi machen“, sagt der Regisseur. „Mich interessiert das Atmosphärische, das Surreale, die Tiefe.“ Seine Vorbilder sind Filmemacher wie Martin Scorsese, Fotografen wie August Sander und der Franzose Brassaï, der Paris bei Nacht in Schatten und Nebel tauchte. Im Zentrum steht eine Frau. Hilde, gespielt von Susanne Fey, ist eine ehemalige Investmentbankerin, die nach persönlichen Katastrophen auf der Straße lebt. Still, verletzlich, wach. Als ein Serienmörder Obdachlose tötet, gerät sie selbst unter Verdacht. Der Film folgt ihr durch Nächte, Waschsalons, zufällige Schutzräume. Der Kriminalfall ist Bedrohung, kein Rätselspiel. Frankfurt wird nicht erklärt, sondern mit all seinen Schattenseiten gespürt. Zum Ensemble gehören neben Stein und Fey auch Richard van Weyden sowie die junge Greta Josefine B., die bereits von einem Streaming-Dienst angefragt ist. Arnhold lobt seine Darsteller mit Nachdruck. „Christoph verfügt über ein außergewöhnliches Charisma – schon mit kleinsten Nuancen erzählt er ganze Szenen“, sagt er. „So ein Film entsteht nur als Teamarbeit. Jeder hier trägt etwas bei. Diese Haltung spürt man.“ Auch Stein hebt die Regie hervor. „Caspar hört zu. Er hat klare Bilder im Kopf, aber er lässt Raum. Das ist selten.“ Gedreht wird mit kleinem Team, oft unter schwierigen Bedingungen. Doch genau daraus bezieht der Film seine Kraft. Die Premiere ist für Herbst 2026 geplant, im Deutschen Filmmuseum oder in einem Frankfurter Arthouse Kino. Was hätte Peter Zingler wohl dazu gesagt? Arnhold lächelt. „Er hätte gesagt: Gut gemacht, Jungs. Und jetzt hört auf zu reden und geht einen trinken.“ Fest steht schon jetzt: „Caskade“ ist kein herkömmlicher Krimi. Aber einer, der lange nachwirkt.