Caspar und Christoph im Gespräch. Foto: Melina Johannsen
Caspar und Christoph im Gespräch. Foto: Melina Johannsen

Er hat mich schon oft durch die Kamera gesehen.

Caspar und Christoph im Gespräch. Foto: Melina Johannsen
Caspar und Christoph im Gespräch. Foto: Melina Johannsen

Caspar Arnhold ist der erste Gesprächspartner in diesem Buch, den ich wirklich kenne. Wir haben zusammengearbeitet, über Filme und Figuren gesprochen. Er hat mich besetzt. Er hat durch den Sucher geschaut, während ich gespielt habe.

Als ich ins Schauspiel Studio komme, hat er eine Kamera in der Hand. Er legt sie nicht weg.

Im Filmstudio von Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen
Im Filmstudio von Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen

Ich frage, warum er die Schauspielerei aufgegeben hat. Er denkt kurz nach, dann drei Antworten:

„Die psychologische Antwort: Es hat mir nicht gutgetan. Die zweite: Ich hatte nicht das Gefühl, so gut zu sein, wie ich sein wollte. Und die dritte, eigentlich die hauptsächliche: Ich war nicht auf der richtigen Seite der Kamera.“

— Caspar Arnhold

Die erste Antwort finde ich ehrlich, die zweite mutig, die dritte präzise.

Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen
Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen

Dann fragt er zurück – das erste Mal im gesamten Buch:

„Gibt es Momente, in denen du wirklich auf der Bühne standest und das Gefühl hattest, du bist irgendwo angekommen, du bist da?“

— Caspar Arnhold

Ja, antworte ich. Aber selten.

Und dann sagt er etwas über mich, das ich nicht erwartet hatte:

„Du bist ganz allein. Wenn man das begriffen hat, ist das vollkommen okay. Du bist unglaublich präzise, ohne diesen Tiefgang zu verlieren.“

— Caspar Arnhold

Caspar Arnhold und Christoph auf alten Kinosesseln. Foto: Melina Johannsen
Caspar Arnhold und Christoph auf alten Kinosesseln. Foto: Melina Johannsen

Richard hat mir etwas über meine Schuhe gesagt, Paulina über den Ring, der zu mir passt. Caspar ist der Erste, der über das gesprochen hat, was darunter liegt.

Im Filmstudio von Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen
Im Filmstudio von Caspar Arnhold. Foto: Melina Johannsen